Frage zum "Kunstrasen"...

...an "Gemini": "Der FC Bayern München muss heute in Stavanger (Norwegen) gegen Viking im Wettbewerb der Champions League ran. Allerdings müssen die Bayern auf Kunstrasen spielen. Ist das ein Vorteil für den Gastgeber"

Antwort:

Ja, der Kunstrasen in der Lyse Arena in Stavanger ist grundsätzlich ein gewisser psychologischer und technischer Vorteil für den Gastgeber Viking Stavanger, allerdings wird er das Spiel sportlich wohl kaum entscheiden.
Warum es ein Vorteil für Viking sein kann:

  • Gewohnheit und Heimvorteil: Die norwegischen Spieler trainieren und spielen regelmäßig auf diesem Untergrund. Sie kennen genau das Sprungverhalten des Balls, die verminderte Dämpfung und die veränderten Lauf- und Reibungswerte.
  • Das Tempo: Kunstrasen ist oft schneller und flacher im Abrollverhalten, was ein schnelles Passspiel begünstigt, wenn man es gewohnt ist.
  • Körperliche Belastung: Der Untergrund ist härter und geht spürbar stärker auf Gelenke, Knie und Knöchel als hochwertiger Hybridrasen, was bei ungeübten Gastmannschaften zu schnellerer Ermüdung oder ungewohnten Fehltritten führen kann. 

Wie der FC Bayern reagiert hat:

Um diesen Heimvorteil zu minimieren, hat das Trainerteam um Vincent Kompany reagiert und ist extra bereits am Montag angereist, um das offizielle Abschlusstraining direkt auf dem Kunstrasen in Stavanger zu absolvieren.

Dabei standen vor allem zwei Dinge im Fokus:

  • Das Gefühl für den Boden: Die Spieler konnten sich an das Tempo und die Ballphysik gewöhnen.
  • Die richtige Schuhwahl: Auf Kunstrasen ist die Wahl der Stollenkonfiguration (AG-Sohlen oder spezielle Multinoppen) essenziell, um ausreichend Grip zu haben, ohne die Knöchel unnötig zu belasten.

Trotz dieser Besonderheit bleibt der FC Bayern natürlich der klare Favorit, und auch die Verantwortlichen betonten, dass der Untergrund am Ende keine Ausrede sein darf. - Das Foto zeigt den ziemlich neuen Kunstrasen von Rot Weiß Ahrem (Erftstadt) - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

 

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