Extreme Hitze geht für die Menschen in Deutschland...
RKI: 2018 höchste hitzebedingte Sterblichkeit der vergangenen Jahre mit geschätzten 8 500 Sterbefällen
Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur hitzebedingten Mortalität zeigen, dass Hitzeperioden in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit führen. Hierzu werden Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes mit Temperaturmessungen des Deutschen Wetterdienstes kombiniert. Laut RKI gab es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit der Jahre 2004 bis 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise 8 500 Sterbefällen in Verbindung mit Hitze, gefolgt vom Jahr 2006 mit geschätzten 7 700 Sterbefällen.
Zahl der hitzebedingten Krankenhausbehandlungen steigt oft in Jahren mit vielen Hitzetagen
Zu überdurchschnittlich vielen hitzebedingten Krankenhausbehandlungen
und Todesfällen kommt es hierzulande häufig in Jahren mit vielen
sogenannten Hitzetagen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr.
So lag die Zahl der im Krankenhaus behandelten Schäden durch Hitze und
Sonnenlicht beispielsweise im Jahr 2015 mit gut 2 300 Fällen 72 % über
dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. Im selben Jahr waren
60 Todesfälle auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen – knapp dreimal
so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. 2015 war ein Jahr
mit überdurchschnittlich vielen Hitzetagen in Deutschland:
Durchschnittlich 17,6 solcher Tage zählte der Deutsche Wetterdienst. Die
meisten Hitzetage der Jahre 2004 bis 2024 gab es im Jahr 2018 mit 20,4:
In diesem Jahr lag die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund von
Schäden durch Hitze oder Sonnenlicht mit 1 600 um 18 % über dem Schnitt.
Auch die Zahl der Todesfälle, die in der Todesbescheinigung direkt auf
Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen waren, lag mit 28 leicht über dem
Schnitt. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

Kommentare
Kommentar veröffentlichen