Vier Jahre Interkommunale...

...Hochwasserschutzkooperation Erft. - Info der Stadt Erftstadt: Carolin Weitzel, die Bürgermeisterin der Stadt Erftstadt, erklärte anlässlich des vierjährigen Bestehens:

„Die Hochwasserschutzkooperation Erft hat Vorbildfunktion und mit ihren Kooperationspartnern viel bewegt. Die Stadt Erftstadt setzt ihrerseits die Planungen zum Hochwasserschutzkonzept konsequent um. Die ausgearbeiteten Pläne müssen auch von den übergeordneten, genehmigenden Stellen mit gleicher Intensität begleitet werden, damit der Hochwasserschutz in Erftstadt und Umgebung schnellstmöglich verbessert wird. Das sind wir den Menschen in unserer Region schuldig“.

Nach der Flutkatastrophe 2021 haben sich der Erftverband sowie Kreise und Kommunen im Erft‑Einzugsgebiet zur Interkommunalen Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft) zusammengeschlossen, um den Hochwasserschutz in der Region nachhaltig zu stärken. Seitdem wächst die Kooperation kontinuierlich, entwickelt gemeinsame Hochwasserschutzkonzepte und setzt erste Maßnahmen um. Vier Jahre nach ihrer Gründung umfasst sie drei Kreise, 18 Kommunen und den Erftverband als Projektleitung. Auf der Pressekonferenz am Zülpicher Wassersportsee zogen die Mitglieder im Beisein von Staatssekretär Viktor Haase aus dem Umweltministerium ein positives Resümee, besichtigten die erste interkommunale, durch das Land mit rund 2,7 Mio. Euro geförderte Baumaßnahme und gaben einen Ausblick auf die nächsten Schritte – darunter die weitere Beckenplanung und die Vertiefung der Zusammenarbeit, unter anderem im Regionalpakt für Hochwasserschutz Erft als Teil des Landespaktes für Hochwasserschutz.

Beteiligung und Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger

Über 100 Workshops haben bislang Transparenz in den Aktivitäten im lokalen und interkommunalen Hochwasserschutz geschaffen. Viele Bürger*innen trugen durch aktive Teilnahme mit zahlreichen Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen bei, die von den zuständigen Fachbüros ausgewertet und in das Kartensystem „WebGIS“ eingepflegt wurden. Die Workshop-Serien sind in den meisten Kommunen abgeschlossen.

Um den Bürger*innen die Komplexität und Zusammenhänge des Hochwasserschutzes näherzubringen, hat die hwsErft ihr Informationsangebot entsprechend ausgebaut. Neben einem Flyer mit den Basisinformationen zur Kooperation, sind zwei Erklärfilme entstanden – abrufbar auf der Website und dem YouTube‑Kanal des Erftverbandes. Sie vermitteln zentrale Grundlagen: Der erste Film erläutert die Unterschiede zwischen Starkregen und Hochwasser. Hier wird klar, warum effektiver Hochwasserschutz von der Quelle bis zur Mündung im Sinne des 10-Punkte-Arbeitsplans des Landes gedacht werden muss. Der zweite Film zeigt, wie natürliche Gewässerentwicklung und technische Schutzmaßnahmen ineinandergreifen. Auf der Website der hwsErft geben zudem interaktive Infografiken einen leicht verständlichen Überblick über Aufgaben, Maßnahmenansätze und die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit. Für die Wissensvermittlung über Social Media wurden Steckbriefe der geplanten Hochwasserrückhaltebecken (HRB) erstellt. Die Kurzvideos zu den Baustellen-Updates erreichen in der Spitze bis zu 37.000 Impressionen. - Das Foto zeigt das Hochwasser nahe der "Frankenstraße" in Bliesheim. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

 

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