"Höhere Kirschenernte"
Erwartete Süßkirschenernte voraussichtlich 20,5 % über dem Zehnjahresdurchschnitt
Die bundesweite Süßkirschenernte wird 2026 nach ersten Schätzungen mit rund 40 300 Tonnen voraussichtlich 20,5 % über dem Durchschnitt der vergangen zehn Jahre liegen. Im Vergleich zur überdurchschnittlich guten Süßkirschenernte des Vorjahres erwarten die Baumobstbetriebe 2026 eine noch höhere Erntemenge (+8,2 %). Bezogen auf die Anbaufläche von rund 5 600 Hektar ergibt sich ein erwarteter Durchschnittsertrag von rund 7,1 Tonnen je Hektar. Damit wird das durchschnittliche Ertragsniveau der letzten zehn Jahre von 5,8 Tonnen je Hektar um rund 23,9 % übertroffen.
In Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden dieses Jahr auf einer Anbaufläche von 2 600 Hektar voraussichtlich 19 200 Tonnen Süßkirschen (+9,2 % zum Vorjahr) geerntet. Die Obstbaubetriebe in Niedersachsen erwarten auf einer Anbaufläche von 500 Hektar eine Süßkirschenernte von voraussichtlich 5 100 Tonnen (+2,0 % zum Vorjahr). In Rheinland-Pfalz wird auf einer Anbaufläche von 660 Hektar eine Süßkirschenernte von rund 3 800 Tonnen (+2,4 % zum Vorjahr) erwartet.
Sauerkirschenernte voraussichtlich 9,6 % höher als im Vorjahr
Nach ersten Schätzungen beläuft sich die bundesweite Sauerkirschenernte im Jahr 2026 auf rund 10 800 Tonnen bei einer Anbaufläche von etwa 1 500 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 9,6 %. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangen zehn Jahre fällt die diesjährige Sauerkirschenernte voraussichtlich um 6,8 % geringer aus. Dieser Rückgang hängt damit zusammen, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um rund 25,2 % gesunken ist. Ungeachtet dieser Flächenentwicklung fällt die diesjährige Ertragsleistung voraussichtlich überdurchschnittlich gut aus: Mit einer Ertragserwartung von 7,1 Tonnen je Hektar wird der Durschnitt der vergangen zehn Jahre von 6,5 Tonnen je Hektar um rund 9,8 % übertroffen.
Das bedeutendste Bundesland für den Anbau von Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit einer erwarteten Erntemenge von 3 100 Tonnen (+17,8 % zum Vorjahr) auf einer Anbaufläche von rund 450 Hektar. Es folgen Baden-Württemberg mit 2 700 Tonnen (+52,7 % zum Vorjahr) auf rund 240 Hektar Anbaufläche sowie Thüringen mit 1 600 Tonnen (-14,9 % zum Vorjahr) auf etwa 160 Hektar. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek


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