Mehr Getreide angebaut!
Anbaufläche für Wintergetreide gegenüber 2025 mit leicht steigender Tendenz
Der Schwerpunkt des Getreideanbaus in Deutschland liegt auf Wintergetreide. Im Jahr 2026 wird Wintergetreide auf knapp 5,0 Millionen Hektar angebaut. Das sind 2,3 % mehr als 2025 und entspricht 82,9 % der gesamten Getreideanbaufläche. Zum Wintergetreide zählen neben Winterweizen auch Wintergerste, Roggen sowie Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung). Nach den Schätzungen für die Erntesaison 2026 wird für Wintergerste eine Anbaufläche von 1,26 Millionen Hektar (+4,3 %) genutzt, für Roggen 533 600 Hektar (+0,8 %) und für Triticale 301 500 Hektar (+4,8 %).
Anbaufläche für Sommergetreide gegenüber 2025 fast unverändert
Mit einer Anbaufläche von 1,03 Millionen Hektar (-0,4 % gegenüber dem Vorjahr) wird Sommergetreide in Deutschland im Vergleich zum Wintergetreide in wesentlich geringerem Umfang angebaut. Die landwirtschaftlichen Betriebe bestellten für Körnermais (einschließlich Corn-Cob-Mix) eine Anbaufläche von 505 900 Hektar (+3,3 %), für Sommerweizen 50 500 Hektar (+5,9 %) und für Hafer 189 900 Hektar (+1,5 %). Lediglich die Anbaufläche von Sommergerste sinkt auf 287 100 Hektar, das sind 25 800 Hektar beziehungsweise 8,2 % weniger als im Erntejahr 2025.
Anbautendenzen weiterer Feldfrüchte
Für Silomais wird in der Erntesaison 2026 voraussichtlich eine Anbaufläche von 1,93 Millionen Hektar genutzt, sie liegt damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (-1,4 %). Für Winterraps beträgt die Anbaufläche 1,14 Millionen Hektar und steigt damit gegenüber 2025 um 53 500 Hektar (+4,9 %). Bei den Hackfrüchten wird ein Rückgang der Anbaufläche erwartet. Kartoffeln werden voraussichtlich auf einer Fläche von 280 400 Hektar angebaut. Das sind 21 400 Hektar beziehungsweise 7,1 % weniger als im Erntejahr 2025. Die Anbaufläche für Zuckerrüben beträgt voraussichtlich 338 700 Hektar und geht damit um 48 700 Hektar oder 12,6 % zurück. Hülsenfrüchte nehmen einen vergleichsweise kleinen Teil der Ackerfläche ein. Für das Erntejahr 2026 wird ein Anstieg der Anbauflächen erwartet: Die Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung steigt 2026 den Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % auf 147 400 Hektar, die Anbaufläche von Ackerbohnen um 5,9 % auf 70 300 Hektar sowie die von Sojabohnen um 17,8 % auf 51 000 Hektar. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



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