Klette erhält 13 Jahre Haft!

Wegen bewaffneter Raubüberfälle ist die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht im niedersächsischen Verden (s. Foto) sprach sie am Mittwoch unter anderem wegen besonders schweren Raubs in sechs Fällen schuldig. Die 67-Jährige stand wegen Überfällen nach Auflösung der RAF zwischen 1999 und 2016 vor Gericht.

Laut Staatsanwaltschaft soll Klette die Taten mutmaßlich zusammen mit den flüchtigen ehemaligen RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub begangen haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Die Geldtransporter und Kassenbüros großer Supermärkte waren die Zielobjekte, wobei die Gesamtbeute der Anklage zufolge 2,4 Millionen Euro betrug.
Unruhe während der Urteilsverkündung

Nun wurde sie auch wegen erpresserischen Menschenraubs und des Versuchs dazu, schwerer räuberischer Erpressung sowie Verstößen gegen Waffengesetze schuldig gesprochen. Während der Urteilsverkündung kam unter den etwa 50 im Saal anwesenden Zuschauern Unruhe auf, und es wurde „Freiheit für Daniela“ gerufen. - Text: Dr. Ernst Hoplitschek, Foto (aus 2009): Charvosi, Wikimedia Commons

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