Bundespolizei fasst Schleuser!

"Vier Schleuser aus der Ukraine, Polen und Irak sowie 31 geschleuste Personen in drei Gruppen gegen Mitternacht des Pfingstmontages in Gewahrsam genommen": Dazu gehörte auch eine 21-köpfige afghanische Gruppe, die durch Einsatzkräfte in einem Waldstück unweit der Ortschaft Bismarck bei Linken aufgegriffen wurde. In diesem Zusammenhang wurde am 25.05.2026 auch ein 19-jähriger Ukrainer kontrolliert, der als Fahrer eines PKW mit deutschen Kennzeichen ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente, lediglich mit seinem gültigen ukrainischen biometrischen Reisepass, angetroffen wurde. Das Fahrzeug war nicht mehr zugelassen und auch nicht mehr versichert. Bei der Inaugenscheinnahme seines Fahrzeugs fielen dann diverse Wasserflaschen und Bekleidungen auf. Im Rahmen der weiteren operativen Ermittlungen konnten dann sechs Personen identifiziert werden, die zu der 21-köpfigen Gruppe gehörten. Diese hatte er zuvor, mehr als 13 Stunden lang von der polnischen / litauischen Grenze durch Polen bis an die deutsche Grenze transportiert. Dabei mussten auch zwei der Migranten die ganze Zeit im Kofferraum verbringen. Der Schleuser reiste nach Deutschland weiter, wo er auf die Afghanen wartete, um sie wieder aufzunehmen und weiter zu schleusen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde am Dienstag der Untersuchungshaftbeschluss durch das Amtsgericht Pasewalk erlassen. Der Schleuser wurde noch am selben Tag der JVA in Neustrelitz zugeführt.

Ebenfalls am 25.05.2026 gegen 22:50 Uhr wurden zwei weitere vermeintliche Schleuser, polnischer und ukrainischer Herkunft kontrolliert. Sie befanden sich in ihren Fahrzeugen nördlich von Bismarck und wurden in der Nähe von fünf Afghanen und einem pakistanischen Staatsangehörigen angetroffen, die bereits zuvor durch eine Streife der Bundespolizei in Gewahrsam genommen worden waren. Sie gaben bereits bei der Kontrolle zu, dass sie Personen aufnehmen wollten. Es ist beabsichtigt die unerlaubt eingereisten Personen in die Republik Polen zurückzuschieben.

Bereits in den frühen Morgenstunden des Pfingstmontags wurde noch ein VW Polo in der Ortschaft Löcknitz kontrolliert. Der 28-jährige irakische Fahrzeugführer konnte trotz anfänglicher Leugnung der Schleusung dieser drei Afghanen (Alter 21 bis 28) und des pakistanischen Staatsangehörigen (26) durch die weiteren Ermittlungen eindeutig überführt werden. Die Ermittlungen ergaben, dass die vier Geschleusten über die Route Afghanistan-Russland-Belarus-Lettland-Litauen-Polen-Deutschland gereist sind. Sie wurden nach Abschluss der Ermittlungen noch am gleichen Tag nach Polen zurückgeschobeauswies, wurde nach Strafanzeigenaufnahme und Weisung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf freien Fuß belassen. Der Iraker, der sich mit einer Duldung und einem deutschen Führerschein auswies, wurde nach Strafanzeigenaufnahme und Weisung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg auf freien Fuß belassen. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

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