Weniger "Schadholzeinschlag"
Im Jahr 2025 wurden 7,9 Millionen Kubikmeter Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen. Das war gut die Hälfte (53,1 %) weniger als im Vorjahr (2024: 16,8 Millionen Kubikmeter) und gut vier Fünftel (81,8 %) weniger als im Rekordjahr für Schadholzeinschlag 2020 (43,3 Millionen Kubikmeter). Weitere nennenswerte Ursachen für Schadholzeinschlag waren Trockenheit sowie Winde und Stürme. Auch diese Kategorien verzeichneten deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr: Der durch Trockenheit bedingte Schadholzeinschlag sank von 2,5 Millionen Kubikmetern im Jahr 2024 um 27,7 % auf 1,8 Millionen Kubikmeter in 2025. Der durch Winde und Stürme verursachte Schadholzeinschlag fiel von 3,5 Millionen Kubikmetern im Vorjahr auf 1,2 Millionen Kubikmeter – ein Rückgang von 66,7 %.
Einschlag an Fichtenholz erneut rückläufig
Insgesamt wurden 32,4 Millionen Kubikmeter Holz der Holzartengruppe "Fichte, Tanne Douglasie und sonstiges Nadelholz" im Jahr 2025 eingeschlagen. Dies bedeutet einen Rückgang um 14,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 37,7 Millionen Kubikmeter) sowie 48 % gegenüber dem auch für diese Holzartengruppe bedeutendsten Einschlagjahr 2020. Fichtenholz bleibt dennoch die am häufigsten verfügbare Holzart. Mit deutlichem Abstand folgen Kiefern- und Lärchenholz mit 13,2 Millionen eingeschlagenen Kubikmetern sowie Holz der Holzartengruppe "Buche und sonstiges Laubholz" mit 9,9 Millionen Kubikmetern. An Eichen- und Roteichenholz wurden 1,9 Millionen Kubikmeter eingeschlagen.
Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 – sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz – deutet darauf hin, dass ein Großteil der geschädigten Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und dem Wald entnommen wurde. Fichtenbestände gelten als besonders anfällig für Schädlingsbefall, insbesondere wenn sie zuvor bereits durch Trockenheit oder andere Faktoren geschwächt wurden.
Gut die Hälfte des eingeschlagenen Holzes wird als Stammholz weiterverarbeitet
Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als sogenanntes Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2025 wurden 32 Millionen Kubikmeter und damit 55,9 % der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Etwa 11,8 Millionen Kubikmeter (20,6 %) wurden als Industrieholz zur Verwendung in der Holzwerkstoffindustrie beziehungsweise Papier- und Zellstoffindustrie vorgesehen. Zur Energiegewinnung wurden 10,7 Millionen Kubikmeter (18,7 %) genutzt. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



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