NRW: Weniger Güterumschlag der Binnenschiffe!

In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im Jahr 2025 insgesamt 97,9 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffe damit um 1,9 % unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Güterumschlag von Erzen, Steinen und Erden um 8,5 % gesunken

71,9 % der im Jahr 2025 umgeschlagenen Güter stammten aus vier Güterabteilungen: 25,9 Millionen Tonnen waren Erze, Steine und Erden, das sind 8,5 % weniger als im gleichen Zeitraum 2024; 22,0 Millionen Tonnen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (+2,3 %); 11,6 Millionen Tonnen Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (+0,8 %) und 10,8 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse (–0,1 %).

Gefahrgüter machten rund ein Drittel an der gesamten Tonnage aus

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im Jahr 2025 rund 28,7 Millionen Tonnen Gefahrgut, z. B. flüssige Mineralölerzeugnisse, in den NRW-Häfen empfangen oder versandt, das waren 1,5 % mehr als von Januar bis Dezember 2024. Damit machten Gefahrgüter, die in verschiedenen Güterabteilungen vorkommen können, 29,3 % der insgesamt umgeschlagenen Tonnage aus. 

Drei Viertel der Güter wurden in Rhein-Häfen umgeschlagen

Die bedeutendste Binnenwasserstraße in Nordrhein-Westfalen blieb der Rhein. Von Januar bis Dezember 2025 wurden drei Viertel (75,0 %) aller beförderten Güter in Häfen entlang dieser Wasserstraße umgeschlagen. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Westdeutsche Kanalgebiet (23,3 %) und der Mittellandkanal (1,7 %). Das Schlusslicht bildete das Wesergebiet (0,1 %).

Je nach Wasserstraße wurden schwerpunktmäßig unterschiedliche Güter umgeschlagen: In den Rhein-Häfen dominierten Erze, Steine und Erden (33,0 %) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (16,8 %). Auf Binnenschiffen im Westdeutschen Kanalgebiet wurden vor allem Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (40,9 %) sowie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (17,5 %) umgeschlagen. Im Mittellandkanal-Gebiet überwogen Erze, Steine und Erden mit 24,8 %, gefolgt von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen mit 22,6 %. Auf der Weser machten landwirtschaftliche Erzeugnisse mit 51,3 % den größten Anteil aus. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

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