Mehr Ausgaben an Hochschulen!
Medizinische Einrichtungen der Universitäten mit den höchsten Ausgaben
Einen leicht überdurchschnittlichen Anstieg der Ausgaben gab es bei den medizinischen Einrichtungen (einschließlich Gesundheitswissenschaften) der Universitäten. Diese wendeten 39,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlungen auf. Das waren 7 % mehr als im Vorjahr. Auf die Universitäten ohne medizinische Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften entfiel 2024 ein Ausgabevolumen von 28,5 Milliarden Euro, das waren 4 % mehr als 2023. Die Ausgaben der Fachhochschulen, einschließlich Verwaltungsfachhochschulen, stiegen um 2,8 % auf 10,3 Milliarden Euro.
Eigenfinanzierungsquote der Hochschulen weiterhin bei 55 %
Die Hochschuleinnahmen beliefen sich 2024 auf insgesamt 43,5 Milliarden Euro. Die Steigerung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr entsprach mit 5 % der Steigerung der Ausgaben. Damit blieb auch der Anteil der eigenfinanzierten, also durch Einnahmen gedeckten Ausgaben mit 55 % auf dem Niveau der Vorjahre.
Eine leicht überdurchschnittliche Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr ergab sich bei den Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die sich um 6 % auf 29,4 Milliarden Euro erhöhten. Rund 95 % dieser Einnahmen trugen die medizinischen Einrichtungen der Universitäten bei, unter anderem als Entgelte für Krankenbehandlungen.
Unterdurchschnittliche Steigerungsrate bei den Drittmitteleinnahmen
An Drittmitteln warben die Hochschulen im Jahr 2024 insgesamt
10,7 Milliarden Euro ein, das waren 0,5 % mehr als im Vorjahr. Damit
stiegen die Drittmitteleinnahmen deutlich schwächer als die
Gesamteinnahmen der Hochschulen. Die Drittmitteleinnahmen sind in erster
Linie für Forschung und Entwicklung an Universitäten, einschließlich
medizinischer Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften, bestimmt. Der
größte Drittmittelgeber der Hochschulen war 2024 wiederum der Bund mit
3,4 Milliarden Euro (+1,1 % gegenüber 2023) vor der Deutschen
Forschungsgemeinschaft mit 3,2 Milliarden Euro (+2,5 %) und der
gewerblichen Wirtschaft mit 1,7 Milliarden Euro (+7,5 %). - Die Skulptur von Albeetus Magnus
steht vor dem Hauptgebäude der Universität zu Köln.Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



Kommentare
Kommentar veröffentlichen