Zeit, um Nistkästen zu reinigen...
...und dann aufzuhängen. Langsam schleicht sich der Frühling ins Land. Die ersten Vogelpaare suchen demnach bereits nach geeigneten
Brutplätzen. Das kann man vermehrt am lautstarken Gesang von
Gartenvögeln wie Kohl- und Blaumeise, Amsel oder Grünfink hören. Die
Männchen versuchen derzeit, ihr Revier mit ihren Rufen abzustecken und paarungswillige Weibchen anzulocken.
Jede Vogelart hat jedoch sehr unterschiedliche Anforderungen an einen Nistplatz. „Wer etwa Hausrotschwanz oder Rotkehlchen fördern möchte, sollte auf Halbhöhlennistkästen zurückgreifen“, erläutert ein Spezialist des LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern): "Vögel, die in der Natur Mauerspalten, Balken oder Dachvorsprünge zum Nisten nutzen, nehmen diese halb offenen Nistkästen gerne an." Um verschiedenen Arten wie Staren oder Meisen Wohnraum anzubieten, sei es ratsam, Kästen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern aufzuhängen. Um die Vögel vor Fressfeinden wie Katzen und Mardern sowie vor übermäßiger Hitze zu schützen, sei auch die richtige Platzierung und Befestigung eines Nistkastens entscheidend. Laut LBV bieten spezielle Vorbauten zusätzlichen Schutz vor Eichhörnchen und Mardern.
Vorhandene Nistkästen rechtzeitig säubern
Wer schon einen Nistkasten auf dem Balkon oder im Garten hat, sollte ihn jetzt mit Bürste und heißem Essig-Wasser reinigen. Ist erstmal eine neue Vogelfamilie eingezogen, raten die Naturschützer die Tiere in Ruhe zu lassen, um auf keinen Fall die Brut oder Aufzucht zu stören. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



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