NRW: Weniger Süßwaren!
Im Jahr 2024 haben Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes 764.000 Tonnen Süßwaren produziert. Bezogen auf die Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl des Landes sind das 116 Gramm Süßwaren pro Kopf und Tag. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der internationalen Süßwaren-Messe ISM vom 01. bis 04. Februar 2026 in Köln mitteilt, sank die zum Absatz bestimmte Produktionsmenge von Süßwaren um 42.000 Tonnen bzw. 5,2 % zum Vorjahr. Der Absatzwert stieg dagegen nominal um 73,2 Millionen Euro bzw. 1,9 % auf 4,0 Milliarden Euro.
Durchschnittlicher Absatzwert auf 10-Jahres-Hoch
Der durchschnittliche Absatzwert je Kilogramm Süßwaren erreichte im Jahr 2024 den höchsten Stand der letzten zehn Jahre: Mit 5,24 Euro war er um 7,5 % höher als ein Jahr zuvor und um 35,4 % höher als im Jahr 2015 mit damals 3,87 Euro je Kilogramm.
Von der NRW-Süßwarenproduktion des Jahres 2024 entfiel der größte Anteil mit 419.000 Tonnen (−6,4 % gegenüber 2023) auf Süßwaren ohne Kakaogehalt (einschl. weißer Schokolade). Darunter befanden sich 258.000 Tonnen (−7,7 %) Dragees, Gummibonbons und Gelee-Erzeugnisse. Ferner wurden 336.000 Tonnen (−1,8 %) Schokolade u. a. kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen produziert.
Ein Drittel des deutschlandweiten Absatzwertes entfiel auf NRW
Bundesweit stieg der Absatzwert der Süßwarenproduktion im Jahr 2024 um 0,7 % auf 12,0 Milliarden Euro. Davon entfielen 33,3 % auf nordrhein-westfälische Betriebe. 42,5 % des nordrhein-westfälischen Absatzwertes wurde in Betrieben des Regierungsbezirkes Köln erzielt, gefolgt von Betrieben in den Regierungsbezirken Detmold (32,5 %), Düsseldorf (19,6 %), Münster (4,1 %) und Arnsberg mit 1,3 %.
Rückgang der Süßwaren-Produktion auch in den ersten drei Quartalen 2025
Nach vorläufigem Ergebnis sank die Absatzproduktion von Süßwaren in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 % auf 567.000 Tonnen, während der Absatzwert nominal um 17,6 % auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Der durchschnittliche Absatzwert pro Kilogramm stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18,2 % und gegenüber den ersten drei Quartalen 2021 um 52,8 % auf 5,91 Euro. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



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