"Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten
(KEF) schlägt eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags vor. Dazu erklärt
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
„Der
öffentlich-rechtliche Rundfunk wird gerade in Zeiten gesellschaftlicher
Spaltung und zunehmender Desinformation dringend gebraucht. Die Menschen
erreichen und Wirkung entfalten kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk
nur, wenn er in der Breite der Bevölkerung als vertrauenswürdiges
Qualitätsmedium akzeptiert wird. Ein monatlicher Beitrag für einen von
vielen Menschen nur sporadisch genutzten Dienst, der deutlich über
privaten Rundfunk- und Streamingangeboten liegt, ist hier
kontraproduktiv. Auch angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage
vieler Haushalte sollte der Rundfunkbeitrag nicht weiter steigen,
sondern tendenziell sinken. Geringere Belastungen für
Beitragszahlerinnen und Beitragszahler wären das richtige Signal.
Die
Anstalten müssen und können deutlich effizienter werden. Dazu gehören
nachvollziehbare und transparente Kosten, eine strenge Ausgaben- und
Wirkungskontrolle sowie Investitionen in digitale Tools und Technik, die
Abläufe vereinfachen und insbesondere in der Verwaltung dauerhaft
Kosten senken. Wichtig für mehr Effizienz ist zudem, dass die einzelnen
Anstalten enger zusammenarbeiten und Infrastrukturen teilen: Technische
Systeme sollten stärker gebündelt werden und die Finanzierung teurer
Doppel- und Mehrfachstrukturen sollte beendet werden. Auch
organisatorisch und inhaltlich braucht es mehr Kooperation, um
Doppelungen abzubauen, sich auf den Kernauftrag zu konzentrieren und
mögliche Synergien konsequent zu nutzen.“ - BITKOM-Selbstbeschreibung: "Als wichtigster Digitalverband und größter europäischer Think Tank zu Digitalthemen bringen wir die Digitalwirtschaft in den Austausch mit Politik, Medien, Wissenschaft und Gesellschaft." - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek
Kommentare
Kommentar veröffentlichen