"Bäderlandschaft" - Info der Stadt...

 ...Erftstadt. 

Die Zeit läuft: Können die jetzt vorgelegten Pläne so realisiert werden, könnte das Freibad 2029 wieder in Betrieb gehen und das neue Hallenbad bereits 2028.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Erftstadt, Dirk Schulz, stand im Betriebsausschuss ebenso Rede und Antwort wie die externen Spezialisten der Planungsbüros „Vision 12“ für das Freibad sowie „constrata“ für das Hallenbad. Auch wenn sich alle Beteiligten eine schnellstmögliche Umsetzung der Maßnahmen wünschen, gewisse Rahmenbedingungen sind einzuhalten, betonte Dirk Schulz: „Nachdem die Untersuchungen zum ursprünglichen Auftrag des Stadtrates aus Mai 2024, ein Kombibad zu errichten, Anfang 2025 zu der Erkenntnis führten, dass dies zu langwierig und zu teuer wäre, wurden mit Hochdruck der Wiederaufbau des Freibades und der Neubau eines Hallenbades als Ersatz für das marode Variobad im Schulgebäude fokussiert“, blickte Dirk Schulz zurück – und nach vorne: „Die Dimension des Neubau-Projektes eines Hallenbades auf dem Gelände des Schulzentrums in Lechenich erfordert eine europaweite Ausschreibung. Der wiederum liegt ein festgelegter zeitlicher Rahmen zu Grunde. Zudem ist geplant, einen Totalunternehmer mit der Planung und dem Bau des Hallenbades zu beauftragen. Auf diese Weise könnte der vorgegebene Zeitplan stringent eingehalten werden. Für eine derartige Ausschreibung ist zwingend eine funktionale Leistungsbeschreibung erforderlich, die seitens der Stadtwerke nicht mit Eigenmitteln zu erarbeiten ist. Dafür bedarf es externer Unterstützung - sowohl juristisch als auch fachlich von einem Ingenieurbüro mit der Spezifikation Schwimmbadbau.“ Auch der Wiederaufbau des Freibades erfordere ein langwieriges Prozedere, das aber ebenfalls im Rahmen gesetzlicher Vorgaben schnellstmöglich umgesetzt werden soll.

Hallenbad mit zwei Becken und Sprunganlage

Wie die Planungen für das Hallenbad zur Vorbereitung eines Vergabeverfahrens für eine Totalunternehmerleistung aussehen, stellte Jens-Wilhelm Brand vom Büro für Projektmanagement Constrata vor. Die Totalunternehmerleistung sieht eine kosten- und zeitsparende Realisierung des Projekts aus einer Hand vor. Konkret soll gemäß gesetzlicher Anforderungen, politischer Vorgaben und realisierbarer Wünsche seitens der Schulen und Vereine ein Sportschwimmbecken der Größe 25 mal 16,7 Meter entstehen, mit sechs Bahnen, einem Seitenstreifen, einer Sprunganlage samt 1-Meter-Brett und 3-Meter-Plattform. Darüber hinaus sieht die Planung ein Lehrschwimmbecken der Größe 12,5 mal 10 Meter vor. In beiden Becken könnten Hubböden zum Einsatz kommen. Umkleiden, Sanitäranlagen sowie ein Schulungsraum runden das Konzept ab, das eine standardisierte, funktionale und langlebige Lösung fokussiert. Entstehen soll das neue Hallenbad im Bereich der ehemaligen Tennishalle auf dem Lechenicher Schulgelände. Können die Prozesse - vom Vergabeverfahren bis hin zur Baudurchführung - gemäß Zeitplan umgesetzt werden, könnte der Bau im Frühjahr 2027 beginnen und das Hallenbad Ende 2028 in Betrieb gehen. „Unter Berücksichtigung geltender öffentlicher Ausschreibungsvorgaben und der aktuellen Marktlage hinsichtlich Material und Dienstleistungsunternehmen ist ein solcher Prozess nicht schneller zu realisieren“, resümierte Jens-Wilhelm Brand, der mit Gesamtkosten zur Realisierung des Projekts in Höhe von 18,4 Millionen Euro netto rechnet. Der Betriebsausschuss Stadtwerke stimmte am Ende einstimmig zu, das Ausschreibungsverfahren mit der Leistungsbezogenen Ausschreibung durchzuführen. Hier kann man das Info zu Ende lesen. - Text/Foto (Symbolfoto) © Dr. Ernst Hoplitschek

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