USA: Handeslbeziehungen lassen nach!
Im Vergleich zum Warenhandel insgesamt entwickelte sich der Handel mit den USA sowohl exportseitig als auch importseitig unterdurchschnittlich: Mit einem Warenwert von 1 444,3 Milliarden Euro verzeichneten die deutschen Exporte insgesamt von Januar bis November 2025 nicht kalender- und saisonbereinigt ein leichtes Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die deutschen Importe insgesamt legten im selben Zeitraum nicht kalender- und saisonbereinigt um 4,2 % auf 1 260,8 Milliarden Euro zu.
Exportüberschuss im Handel mit den USA auf tiefstem Stand seit der Pandemie
Der Exportrückgang und das Importplus ließen den Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 auf 48,9 Milliarden Euro schrumpfen. Dies ist der niedrigste Wert für diesen Zeitraum seit dem Pandemiejahr 2021. Im Vorjahreszeitraum 2024 war der Überschuss noch auf einem Rekordhoch von 64,8 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs um 24,6 % blieben die USA in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 das Land, mit dem Deutschland den weltweit höchsten Handelsbilanzüberschuss erzielte.
Kraftwagen- und Maschinen-Exporte in die USA mit deutlichem Minus, Pharma-Exporte mit leichtem Plus
Die für Deutschland wichtigsten Exportbranchen verzeichneten im
US-Geschäft 2025 zum Teil deutliche Einbußen. Wichtigste Exportgüter in
die USA waren weiterhin Kraftwagen und Kraftwagenteile. Der Wert dieser
Ausfuhren von Januar bis November 2025 sank jedoch um 17,5 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum auf 26,9 Milliarden Euro. Ein leichtes Plus zeigte
sich dagegen bei pharmazeutischen Erzeugnissen, deren Exporte in die
USA im selben Zeitraum um 0,7 % auf 26,2 Milliarden Euro zunahmen. Der
Export von Maschinen in die USA ging zurück: um 9,0 % auf
24,1 Milliarden Euro. Dahinter folgten die Exporte von
Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen
Erzeugnissen in die USA mit einem Wert von 11,1 Milliarden Euro und
einem Minus von 6,1 % gegenüber den ersten elf Monaten 2024. Die Exporte
von elektrischen Ausrüstungen (9,8 Milliarden Euro, -0,6 %) und
chemischen Erzeugnissen (8,1 Milliarden Euro, -14,2 %) waren ebenfalls
rückläufig. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek



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