Weniger Torf-Verbrauch!
Torfanteil sinkt bei torfhaltigen Kultursubstraten von 72 % auf 63 %
Auch bei den im gewerblichen Garten- und Landschaftsbau eingesetzten Kultursubstraten, zu denen auch Deckerden für den Pilzanbau zählen, ging der Torfeinsatz im Jahr 2024 zurück – wenn auch weniger stark und ausgehend von einem höheren Niveau als bei den für den privaten Gebrauch bestimmten Blumenerden. Von den insgesamt 2,6 Millionen Kubikmetern in Deutschland in den Verkehr gebrachten Kultursubstraten waren 84 % (2,2 Millionen Kubikmeter) torfhaltig, dieser Anteil erhöhte sich sogar gegenüber dem Vorjahr (2023: 80 % von 2,6 Millionen Kubikmetern). Die torfhaltigen Produkte hatten jedoch 2024 nur noch einen durchschnittlichen Torfanteil von 63 %, nachdem er 2023 noch bei 72 % gelegen hatte. Damit enthielten die im Jahr 2024 abgesetzten Kultursubstrate insgesamt 1,4 Millionen Kubikmeter Torf, das waren 5,4 % weniger als im Vorjahr (2023: 1,5 Millionen Kubikmeter).
Mit dieser Pressemitteilung veröffentlicht das Statistische Bundesamt
erstmals Ergebnisse zum Inlandsabsatz von Blumenerden und
Kultursubstraten. Die Erhebung wurde zum Berichtsjahr 2023 eingeführt.
Die Ergebnisse bilden die in den Verkehr gebrachte Menge an Blumenerden
und Kultursubstraten ab, also sowohl die in Deutschland produzierte und
für den Inlandsabsatz bestimmte als auch die nach Deutschland
importierte Menge dieser Produkte. Exporte von Blumenerden und
Kultursubstraten sind nicht enthalten. - Das Foto zeigt einen Ausschnitt vom "Hohen Venn", einer alten "Torflandschaft" an der deutsch-belgischen Grenze, nahe Aachen. -
Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek


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