Stadt Erftstadt: Mitteilung ...

... vom 29. Dezember 2025. "Ein bewegtes Jahr...": Besonders im Fokus stand dieses Jahr die Großbaustelle am Rand von Liblar, Gemarkung Bliesheim. Dort entsteht - mit deutlich sichtbaren Fortschritten - die neue Außenstelle der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, der so genannte „Ville Campus“. Mit Abschluss der Arbeiten wird Erftstadt 2027 „Hochschulstadt“. Im März erfolgte der symbolische Spatenstich auf dem 3,4 Hektar großen Areal zwischen der Waldorfschule und dem Wohngebiet am Schießendahl. Der „Ville Campus“ wird für die Ausbildung von rund 550 Studierenden Verwaltungs- und Lehrräumen sowie Wohnungen für die Studierenden schaffen - ein zeitgemäßes Konzept, das Lernen und Wohnen an einem energieeffizienten Standort verbindet und mit Blick auf den Klimaschutz durch erneuerbare Energieerzeugung überzeugt. „Mit dem ‚Ville Campus‘ wird Erftstadt, neben der Hochschule des Bundes in Brühl, Leuchtturm für eine moderne, bürgernahe und lösungsorientierte Verwaltungsausbildung“, freut sich Bürgermeisterin Carolin Weitzel, die sich persönlich für die Realisierung dieses Projektes eingesetzt hatte.

Nur wenige hundert Meter entfernt wird dann in naher Zukunft ein weiteres „Leuchtturm-Projekt“ in und für Erftstadt entstehen: das CEIN Forschungs- und Transferzentrum der TH Köln. Das „Center for Innovation with Nature“ möchte Klimaforschung mit praktischen Lösungsansätzen für nachhaltige Ressourcen- und Stadtentwicklung verbinden. Vor Ort sollen wissenschaftliche Kooperationen, Start-up-Förderungen, Bürgerbeteiligungen und Testflächen für ökologische Innovationen realisiert werden, ergänzt durch neue Studienangebote und Professuren. Das Gebäude soll als Demonstrationsobjekt für nachhaltiges Bauen entwickelt werden und den Strukturwandel im Rheinischen Revier maßgeblich unterstützen. Als erstes „sichtbares“ Element möchte die TH im kommenden Jahr das „Pop-up CEIN“ am Bahnhof in Liblar auf den Weg bringen – eingerichtet als nutzbarer Innovationsraum für nachhaltige Ideen, frühe Produktentwicklungen und Wissenstransfer sowie als offener Ort, der regionale Akteure vernetzt und dem CEIN bereits frühzeitig eine aktive Präsenz in Erftstadt verleiht.

Abgerundet werden die Planungen in diesem Bereich durch zwei neue Wohngebiete, das „Ville Wohnquartier“ sowie das „Wohnen am Campus“. Auf einer 3,3 Hektar großen Fläche werden durch das Projekt „Ville Wohnquartier“ insgesamt 156 Wohneinheiten entstehen, die die städtebauliche Lücke zwischen dem neuen „Ville Campus“ und der bestehenden Wohnbebauung schließen. Für das zweite neue Wohnprojekt, „Wohnen am Campus“, unterzeichneten im August Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, und Carolin Weitzel eine Zielvereinbarung. Die Stadt Erftstadt wurde in das Landesprogramm „Go4Wohnen“ aufgenommen. Die landeseigene Tochtergesellschaft „NRW.URBAN“ fungiert für dieses Wohnprojekt des Stadtentwicklungsbetriebes der Stadt Erftstadt als „Entwickler auf Zeit“. In 2026 werden die Planungen für das moderne, nachhaltige und sozial gemischte Quartier, das auf der dem „Ville Campus“ gegenüberliegenden Seite der Kreisstraße 44 entsteht, forciert. Bei den Planungen steht auch eine Bürgerbeteiligung im Fokus.

Um den neuen Herausforderungen in diesem bewegten Bereich auch verkehrstechnisch begegnen zu können, wurde in 2025 auch bereits der Weg für einen Umbau der Kreisstraße 44 geebnet. Ziel ist eine moderne Straßenraumgestaltung, über eine schlichte Erneuerung der Fahrbahndecke hinaus. Sichere Querungsmöglichkeiten zwischen den Hochschulstandorten und die Integration von Radverkehrsanlagen sind dabei nur zwei Punkte, die in den Blick rücken. Im Zuge der Umgestaltung ist auch ein neuer Sammlerkanal geplant, um die Entwässerung leistungsfähiger und klimaresilienter zu gestalten. Weiter geht es hier! - Das Foto zeigt das Alte Rathaus in Lechenich am Markt. - Text/Foto © Dr. Ernst Hoplitschek

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