NRW: Weniger Verurteilungen!
Die Zahl der Verurteilungen in Nordrhein-Westfalen ist zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt (Quelle), sprachen die NRW-Gerichte im Jahr 2024 insgesamt 130.470 Verurteilungen aus, das waren 3,0 % weniger als 2023. Gegenüber dem Jahr 2014 ist diese Anzahl um 19,1 % gesunken. Damals waren 161.334 Personen verurteilt worden. Der Anteil der Verurteilungen an allen zur gerichtlichen Hauptverhandlung zugelassenen Verfahren („Verurteilungsquote“) lag in den vergangen zehn Jahren relativ konstant zwischen 76 und 79 %.
Zahl der Verurteilungen bei Frauen und Männern rückläufig – 80 % der Verurteilten waren männlich
Rund 80 % der Verurteilten im Jahr 2024 waren männlich und rund 20 % weiblich. Bei beiden Geschlechtern gab es seit 2014 Rückgänge der Verurteilungen, wodurch das Geschlechterverhältnis im Zeitvergleich relativ konstant geblieben ist.
Frauen wurden am häufigsten wegen anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte verurteilt – Männer wegen Straftaten im Straßenverkehr
Die Hauptdeliktsgruppen, die absolut betrachtet am häufigsten zur Verurteilung führten, unterschieden sich zwischen den Geschlechtern. In 2024 wurde von den 25.664 verurteilten Frauen fast jede dritte wegen anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte, wie z. B. Betrug, Erschleichen von Leistungen, Urkundenfälschung und Sachbeschädigung, schuldig gesprochen. Etwa ein Viertel der Frauen wurde wegen Diebstahls und Unterschlagung und rund ein Fünftel wegen Straftaten im Straßenverkehr verurteilt.



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